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Mobilität für Hauptteil der CO2-Emissionen verantwortlich

Geschrieben von der AG-Klimaschule. Veröffentlicht in Klima- und Umweltschutz

Projekt Klimaschule: Hildegardis-Gymnasium ermittelt CO2-Fußabdruck des Schulbetriebs

CO2-neutral soll das Hildegarids-Gymnasium werden, so das große Ziel unserer Schule – und zwar bis zum Jahr 2026!. „Wir haben uns bewusst ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, da wir in der Schule eine Vorbildfunktion wahrnehmen wollen.“ so Schulleiter Markus Wenninger.

Übergabe CO2-Bilanz

Dies setzt natürlich voraus, dass man die Ausgangsbasis kennt und über die aktuellen Treibhausgasemissionen der Schule Bescheid weiß. Daher wurden im letzten Schuljahr fleißig Daten gesammelt. Dies reichte von der Auswertung der Einkaufsbelege der Schulküche bis zur Analyse der Klassenfahrten und der Schulwege. Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) begleitete die Schule bei den Berechnungen von fachlicher Seite. Mal ehrlich: Wer weiß schon, dass das Trinken einer Tasse Kaffee 60 Gramm CO2 erzeugt und wenn diese in einer Alukapsel mit Hilfe einer entsprechenden Kaffeemaschine zubereitet wird, nochmal 20-25 Gramm dazu kommen. Oder dass eine ordentliche Scheibe Leberkäse für die Semmel ein knappes Kilo CO2 freisetzt. Diese Erkenntnisse wurden jüngst von den in jeder Klasse gewählten Klimabotschaftern bei einer Energiewerkstatt an der Schule diskutiert. Ziel ist die Erarbeitung eines Klimaschutzplans für die Schule, der dann mit Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte umgesetzt werden soll.

74% aller CO2-Emisisonen des gesamten Schulbetriebes entfallen aktuell auf den Schulweg der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte. Dies entspricht 288 Tonnen CO2 im Jahr. Ausflüge, Klassenfahrten, Studienreisen und Fortbildungen der Lehrkräfte gehören auch dazu, ebenso wie die Anfahrt der Reinigungskräfte, Müllentsorgung etc. „Alles was direkt oder indirekt mit dem Betrieb der Schule zu tun hat, muss auf den Prüfstand“ meint Matthias Klaubert, der Klimaschutzbeauftragte des Hildegardis-Gymnasiums. „Nur so können wir an der richtigen Stelle ansetzen, um unsere Treibhausgasemissionen mit geeigneten Maßnahmen zu senken“ argumentiert der Physiklehrer. Die Schule muss hier als Multiplikator wirken, denn immerhin sind es die Kinder und Jugendlichen von heute, die mit den Auswirkungen des Klimawandels weltweit leben müssen. Dass sie nun lernen an einer nachhaltigeren Zukunft zu arbeiten, sollte eigentlich selbstverständlich sein.  

Die ausführliche CO2-Bilanz des Hildegardis-Gymnasiums finden Sie hier.

 

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