Hilde-Theaterlabor spielt das "Dschungelbuch"

Das „Hilde-ThTheaterlabor Logo01eaterlabor“ besteht seit 2016. Nach dem ersten Durchlauf mit „Helden der Stadt“ 2016/2017 formierte es sich neu aus 18 Schülerinnen und Schülern aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe. Mit dem „Dschungelbuch“ gaben sie am 15. Mai 2018 ihr Debüt und zeigten einem sehr angetanen Publikum, dass sie in den wenigen Monaten Probenarbeit zu einer Schauspieltruppe zusammengewachsen waren. 

Db7 Mogli holt sich das Feuer aus dem Dorf 

Die Rahmenbedingungen waren so ungewöhnlich wie kreativitätsfördernd, denn der Theatersaal wurde gerade renoviert. Als einzige Spielmöglichkeit bot sich der abrissbereite Pavillon an. Sein Zustand – verwinkelt, modrig, dunkel und vom Verfall bedroht – weckte bei der Gruppe schnell Assoziationen mit einem Dschungel, woraus sich fast von selbst die Idee zum „Dschungelbuch“ ergab. Ein Glücksfall war das Angebot von Frau Weißenbach, uns bei Kostüm und Bühnenbild zu unterstützen. Mit ihrer Klasse Ergo 11 der Ergotherapieschule Kempten übernahm sie in Eigenregie die zeit- und materialaufwändige Umgestaltung des Pavillons in einen dunklen und geheimnisvollen Dschungel und die Verwandlung der Kinder in wilde und weniger wilde Tiere. Frau Jäkle steuerte mit dem Unterstufenorchester einen kongenialen Soundtrack bei und Herrn Lidls Unterstufenchor entführte mit seinen Songs in die fremde Welt des indischen Dschungels, die von Chil, dem Geier erzählt wird. Mogli, wird nach einem Überfall des Tigers Shir-Khan auf ein Holzfällerlager von einer Wolfsfamilie aufgezogen. Der weise und umsichtige Rudelführer Akela unterstützt Moglis Aufnahme in das Rudel, was Mogli davor bewahrt, von Shir-Khan getötet zu werden.

Moglis Erziehung übernehmen die abgeklärte und vernünftige Pantherin Baghira und der gemütliche, leicht verplante Bär Balu, der ihm sehr handgreiflich das Gesetz des Dschungels und die Sprache der Tiere beibringt. Trotzdem gerät Mogli in die Fänge der Affenhorde, angeführt von den trump-artig narzisstischen Affenkönigen, die von ihm vergeblich das Geheimnis des Feuers erfahren wollen. Allein dank der alternden Felsenschlange Kaa kann Mogli wieder befreit werden, hat aber seine Lektion gelernt.

Erst als Akela Jahre später seine führende Stellung im Rudel an den Shir-Khan verliert, wird die Gefahr für Mogli real: Shir-Khan ist ihm dicht auf den Fersen. Obwohl Mogli sich eigentlich als Wolf fühlt, spürt er, dass er zu seinem eigenen Schutz zu den Menschen zurückkehren muss. Bei einem ersten Besuch im Menschendorf holt er sich die „Rote Blume“, das Feuer, um sich zu verteidigen. Dabei begegnet er einer Dorfbewohnerin und kommt zu der zarten Erkenntnis, dass er tatsächlich zu den Menschen gehört. In einem letzten Kampf mit Shir-Khan, bei dem Mogli die Rote Blume einsetzt, besiegt er seinen Widersacher und macht sich schließlich auf zu den Menschen.

Die Energie und Spielfreude, mit der alle Beteiligten zu Werk gingen, verspricht für die kommenden Jahre spannende Theatererlebnisse auf der neuen Bühne des Hilde!

 Db 1 Papa Wolf und Mogli

Db 2 Akela vor dem Wolfsrudel

Db 3 King Lui I und King Lui II

Db 5 Kaa hat sich ihr Abendessen ausgesucht

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