Wie ein Reiseführer, 222,22€ und ganz viel Stolz zusammenhängen

Scheckübergabe Homepage

Das Projekt: Ein Reiseführer.

Das Ergebnis: Eine Spende, unvergessliche Eindrücke und nicht zu vergessen – ein einzigartiger Reiseführer über eine wunderschöne Stadt.

Das P-Seminar Spanisch des Hildegardis-Gymnasiums Kempten stellte im Schuljahr 2014/15 ein ganz besonderes Projekt auf die Beine. Die ursprüngliche Aufgabenstellung an die 12 Schüler/innen des Projektseminars lautete: „Von Schülern für Schüler – Erstellung eines Reiseführers über Barcelona“. So weit, so gut.

Im November 2014 nahm das Projekt seinen Lauf. Es fiel die Entscheidung, wer von uns über welchen Themenbereich schreiben würde und die ersten Recherchearbeiten begannen. Vertieft werden konnten diese bei einer einwöchigen Reise nach Barcelona im Juli 2015 im Rahmen der Studienfahrt der 11ten Jahrgangsstufe. Neben wunderschönen Erinnerungen über die lebhafte und vielfältige Stadt, die warmen Temperaturen, den schönen Strand und das blaue Meer konnten wir vor allem viele neue Erkenntnisse über unsere Themenbereiche gewinnen. Nun hieß es, Lebendigkeit in unsere Artikel zu bringen. Neben den „typischen“ Themen eines Reiseführers wie Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und besondere Plätze verfasste jedes Kursmitglied noch einen zweiten Artikel, welcher die persönliche Note in die Reiseführer bringen und sie dadurch einzigartig machen sollte. Neben einer amüsanten Packliste, vielen Fotos und einem Sprachführer, der einen auch als Nichtspanischsprecher sicher durch den Urlaub leitet, umfassen diese Artikel unter anderem Tipps, was man in Barcelona auf keinen und auf jeden Fall machen sollte. Also insgesamt eine gute Mischung an Lesestoff, der einen zum Schmunzeln bringt und gleichzeitig garantiert, auch beim Trip nach Barcelona ein Lächeln im Gesicht zu haben.

Doch bei der Erstellung eines Reiseführers müssen nicht nur Artikel geschrieben werden – es gibt auch jede Menge anderes zu tun! Die Chefredaktion übernehmen, Zeitpläne erstellen, sich um den Druck oder das Layout kümmern, Marketing betreiben, …

Zudem kam die Frage auf, wie das Projekt finanziert werden sollte. Kuchenverkäufe an verschiedenen Orten? Spenden von Firmen oder Eltern? Nein. Die Lösung lautete: Werbepartner. Kurze Erläuterung: Werbepartner = Firmen, die für Geld eine Anzeige im Reiseführer schalten können. Bald darauf wurden viele Telefonate getätigt, Geschäfte und Unternehmen abgeklappert, in der Verwandtschaft nachgefragt und E-Mails geschrieben. Jedes Kursmitglied gab sein bestes, möglichst viele Werbepartner an Land zu ziehen. Schlussendlich kamen durch diese – gut festhalten – ca. 1000€ zusammen. Die zusätzlichen Einnahmen von 2 Kuchenverkäufen ermöglichte uns das, für 133 Seiten feinsten Lesestoff den unschlagbaren Preis von nur 2€ festzulegen.

Im Dezember 2015 begann dann der Verkauf der Reiseführer. Viele Schüler des Hildegardis- als auch Carl-von-Linde-Gymnasiums kauften ein oder sogar mehrere der ca. 500 gedruckten Exemplare, außerdem wollten viele unserer Werbepartner einen haben. Mit dem Verkauf konnten wir nochmals ca. 900€ einnehmen. Durch diese Einnahmen finanzierten wir den Druck und konnten nun, nachdem wir alle Einnahmen und Ausgaben mehrmals durchgegangen sind, sogar einen Gewinn erzielen. Die Frage kam auf, was mit dem übrig gebliebenen Geld gemacht werden sollte und schließlich wurde die sinnvolle und erfreuliche Entscheidung getroffen, den Gewinn an Humedica zu spenden.

Wir sind alle unglaublich stolz, solch ein Projekt auf die Beine gestellt zu haben. Unser Seminar unter der Leitung von Herrn Beucker schaffte es nicht nur, einen einzigartigen und vielfältigen Reiseführer zu erstellen, sondern – und das macht uns besonders stolz – damit auch einen Beitrag an die Gesellschaft in Form einer Spende leisten zu können. Der Scheck über 222,22€ – durch die Schnapszahl wollen wir nicht nur Geld, sondern auch ein bisschen Glück schenken – wird kommenden Donnerstag, den 28. Januar 2016 an Humedica überreicht werden.

Zur Beendigung des P-Seminars und auch dieses Artikels möchte ich einen letzten Gedanken anführen. Wir haben in der Zeit des Projekts besonders gelernt, wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit sind. Die daraus resultierende Spende sehen wir als kleinen Beitrag zum großen Ganzen.

(Marina Amann, Q12)

Drucken