Chemie - Wettbewerbe

Schülerinnen und Schüler können an folgenden Chemie-Wettbewerben teilnehmen. Wendet Euch bei Interesse bitte an Eure Chemielehrkraft. Es lohnt sich:

Das Projekt Jugend präsentiert fördert die Präsentationskompetenzen von Schülerinnen und Schülern in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Jährlich messen sich dabei junge Menschen aus ganz Deutschland im Wettbewerb um die beste Präsentation.

Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) ist ein Wettbewerb, in dem Schülerinnen und Schüler ihre Leistungen bei der Bearbeitung theoretischer und experimenteller Aufgaben aus dem Bereich der Chemie miteinander messen.

Die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) befasst sich fächerübergreifend mit allen drei Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik

Experimente antworten ist ein Wettbewerb für naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Klasse 5-11 in Bayern.

Jugend forscht ist ein bundesweiter Nachwuchswettbewerb, der besondere Leistungen und Begabungen in Naturwissenschaften, Mathematik und Technik fördert. Alle Schülerinnen und Schüler unter 15 Jahren starten in der Wettbewerbssparte „Schüler experimentieren“.

Beim DECHEMAX-Schülerwettbewerb können Schülerinnen und Schüler der 7-11 Klasse in Teams antreten. Hierbei geht es fächerübergreifend um die Themen Chemie, Technik und Biotechnologie.

Der Bundesumweltwettbewerb ist ein Wettbewerb für alle Schülerinnen und Schüler, die sich für die Umwelt interessieren und eigene Ideen für Lösungen von Umweltproblemen in die Tat umsetzen wollen.

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Chemie - Grundwissen

KMK-Bildungssstandards Chemie

Der Chemieunterricht fördert die Kompetenz der  Schüler, Phänomene der Lebenswelt auf der Grundlage ihrer Kenntnisse über Stoffe und chemische Reaktionen zu erklären, zu bewerten und dabei adressatengerecht zu kommunizieren. Neben dem Fachwissen ist also auch eine Handlungsdimension bedeutsam. Diese Handlungsdimension umfasst grundlegende Elemente naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung, also experimentelles und theoretisches Arbeiten, Kommunikation und die Anwendung und Bewertung chemischer Sachverhalte in verschiedenen Kontexten.

Um die Fachinhalte zu strukturieren, orientiert sich der Chemieunterricht an Basiskonzepten, d. h. bestimmte Betrachtungs- und Deutungsweisen finden bei verschiedenen Inhalten immer wieder Anwendung. Dadurch werden kumulative Lernprozesse in Gang gesetzt, die es den Schülern schließlich ermöglichen, verschiedene Phänomene selbst einzuordnen und zu erklären. Dieser Prozess gewinnt zunehmend an Tiefe und Komplexität.

Folgende Basiskonzepte stehen im Mittelpunkt:

  • Stoff-Teilchen-Konzept: Die erfahrbaren Phänomene der stofflichen Welt und deren Deutung auf der Teilchenebene werden konsequent unterschieden.
  • Struktur-Eigenschafts-Konzept: Art, Anordnung und Wechselwirkung der Teilchen bestimmen die Eigenschaften eines Stoffes. 
  • Donator-Akzeptor-Konzept: Säure-Base- und Redoxreaktionen lassen sich als Protonen- bzw. Elektronenübergänge beschreiben. 
  • Energiekonzept: Alle chemischen Reaktionen sind mit einem Energieumsatz verbunden. 
  • Gleichgewichtskonzept: Reversible chemische Reaktionen können zu einem Gleichgewichtszustand führen. 

In der Jahrgangsstufe 9SG erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:

  • Die Schüler können das Stoff-Teilchen Konzept auf Stoffe aus ihrer Lebenswelt anwenden.
  • Sie können chemische Formeln und Reaktionsgleichungen erstellen und interpretieren.
  • Sie sind mit Grundlagen der chemischen Energetik vertraut.
  • Sie können eine Modellvorstellung zum Atombau und das Ordnungsprinzip des gekürzten Periodensystems der Elemente beschreiben.
  • Sie kennen wichtige Salze, Metalle und molekular gebaute Stoffe und können deren Eigenschaften anhand der jeweils vorliegenden Bindungsverhältnisse modellhaft erklären.
  • Sie haben eine grundlegende Vorstellung vom Weg der naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung.
  • Sie sind in der Lage, einfache Berechnungen zum Stoffumsatz durchzuführen.
  • Sie sind in der Lage, Versuche zu protokollieren und auszuwerten.

In der Jahrgangsstufe 10SG erwerben die Schüler folgendes Grundwissen:

  • Sie sind in der Lage, den räumlichen Bau einfacher Moleküle zu beschreiben, daraus die zwischen den Molekülen herrschenden Kräfte abzuleiten und auf wesentliche Eigenschaften der Stoffe zu schließen.
  • Sie können das Donator-Akzeptor-Konzept auf Protolysereaktionen und Redoxreaktionen anwenden und die zugehörigen Reaktionsgleichungen formulieren.
  • Sie können eine Säure-Base-Titration durchführen und auswerten.
  • Sie kennen wichtige Alkane und Alkene und können die hier auftretenden Isomeriephänomene beschreiben.
  • Sie kennen wichtige sauerstoffhaltige organische Verbindungen und können Zusammenhänge zwischen deren molekularer Struktur und ihren Stoffeigenschaften erklären.
  • Sie kennen die Grundstruktur der Kohlenhydrate, Fette und Proteine.

Grundwissenskärtchen zum Üben und Wiederholen stehen unter folgenden Links bereit:

Grundwissen Chemie 9 SG

Grundwissen Chemie 10 SG

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Chemie - Seminare Oberstufe

P-Seminare Chemie 2015-17

Seminarleiter: StR M. Klug

Projektthema: "Hilde-Bräu" - Bierbrauen nach dem bayrischen Reinheitsgebot

Das Brauen von Bier ist eine uralte Kulturtechnik, die gerade in Bayern noch von vielen kleineren Brauereien gepflegt wird. Nach dem von Herzog Wilhelm IV 1516 in Ingolstadt erlassenen bayerischen Reinheitsgebot braucht es dafür nur Wasser, Gerste und Hopfen.

Im Projektteil des P-Seminars „Hilde-Bräu“ setzen sich die Schüler in Teamarbeit zunächst theoretisch mit der Geschichte, den Verfahrenstechniken sowie den biochemischen Prozessen des Bierbrauens auseinander. Im praktischen Teil stellen die Schüler mit Hilfe externer Partner (u.a. Michl-Bier, Allgäuer Brauhaus) selbständig Bier her. Über verschiedene Schülerteams soll das „Hilde-Bräu“ - wenn möglich - zunächst in einer begrenzten Menge gebraut, kontrolliert, abgefüllt, etikettiert und gegebenenfalls vermarktet werden. Das Seminar wird durch Informationen zu Alkoholismus, Suchtverhalten und Suchtprävention ergänzt. Ein Schülerteam veranstaltet hierzu den Suchtpräventionstag 2016 am Hildegardis-Gymnasium.

Brauen ist ein technologisch anspruchsvoller Prozess, der vielseitige Kenntnisse fordert. Die Schüler erlangen Grund- und Spezialkenntnisse in Mikro- und Molekularbiologie, Stoffwechselphysiologie, Biotechnologie und Biochemie. Auch ingenieurswissenschaftliche Kenntnisse aus Brauereitechnik, Anlagen- und Prozesssteuerung bis zu Energiefragen, Betriebswirtschaft und Lebensmittelrecht werden erlernt. Nur durch sorgfältige Planung und Organisation, sauberes Arbeiten sowie durch enges Zusammenwirken der Schülerteams kommt es zu einem erfolgreichen Produkt, dem „Hilde-Bräu“. All diese Kompetenzen können für das spätere Berufsleben entscheidend sein.

 

 

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Chemie - Unterricht

"Chemie ist, wenn's kracht und stinkt..."

Chemie ist viel mehr als das, aber natürlich gehören spektakuläre Versuche genauso in den Chemieunterricht wie chemische Formeln und Reaktionsgleichungen. Laut Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsqualität in München stellt sich das Fach Chemie am achtjährigen Gymnasium in Bayern wie folgt dar:

ThermitreaktionDas Wissen um Stoffeigenschaften und Stoffumwandlungen dient der Menschheit seit Anbeginn dazu, sich in der Auseinandersetzung mit der Natur zu behaupten. Die Chemie gibt der Beschäftigung mit Stoffen und Stoffumwandlungen ein exaktes naturwissenschaftliches Fundament. Auf Grund ihrer Erkenntnisse und ihrer weitreichenden Anwendungen ist sie eine naturwissenschaftliche Basisdisziplin. Als wesentliche Grundlage technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen eröffnet die Chemie Wege für die Gestaltung unserer Lebenswelt. In der Ernährungssicherung, der Energieversorgung, der Werkstoffproduktion, der Informationstechnologie sowie der Bio- und Gentechnik stellt sie eine wesentliche Säule unserer Zivilisation dar.

Zentrale Aufgabe des Schulfaches ist es daher, Schüler mit den spezifischen Fragestellungen, Lösungswegen und Denkstrategien der Chemie vertraut zu machen und den Lernenden fachbezogene Kenntnisse und Methoden zu vermitteln. Dazu gehört auch die Erarbeitung eines Überblicks über wichtige chemische Stoffe und Stoffgruppen.

Folgende Themenbereiche werden in der jeweiligen Jahrgangsstufe behandelt:

 9 SG, MuG, WSG

  • Stoffe und Reaktionen
  • Formeln und Reaktionsgleichungen
  • Atombau und gekürztes Periodensystem
  • Bindungstypen: Metalle, Salze, molekulare Stoffe
  • quantitative Aspekte chemischer Reaktionen

10 SG, MuG, WSG

  • Molekülstruktur und Stoffeigenschaften
  • Protonenübergänge
  • Elektronenübergänge
  • Reaktionsverhalten organischer Verbindungen

11

  • aromatische Kohlenwasserstoffe
  • Struktur und Eigenschaften von Farbstoffen und Kunststoffen
  • Fette und Tenside
  • Kohlenhydrate und Stereoisomerie
  • Aminocarbonsäuren und Proteine
  • Reaktionsgeschwindigkeit und Enzymkatalyse

12

  • chemisches Gleichgewicht
  • Protolysegleichgewichte
  • Redoxgleichgewichte

 

Chemie ist in der 9. Und 10. Jgst. im SG- und WSG-Zweig ein Nebenfach mit zwei Wochenstunden.

In der Oberstufe besteht kein Unterschied zwischen SG/WGS und dem NTG-Zweig naturwissenschaftlicher Gymnasien hinsichtlich des Faches Chemie.

 

Den vollständigen Lehrplan für das Fach Chemie finden Sie unter folgendem Link:

http://www.isb.bayern.de/gymnasium/lehrplan/gymnasium/fachprofil-ebene-2/chemie-sg-mug-wsg/306/

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