Der Marktbereichsleiter der Sparkasse Allgäu zu Besuch in der Klasse 8b

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Am Donnerstag, den 02.05.2019 begrüßten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8b (WSG-W-Zweig) von Herrn Berlinger Richard Vanoni, Marktbereichsleiter der Sparkasse Allgäu. Er beantwortete in einer Unterrichtsstunde die zuvor von der Klasse erarbeiteten Fragen zu den Bereichen Zahlungsarten, Zahlungsverkehr und Haushalt.


Zahlungsarten/Zahlungsverkehr:
Das Online-Banking, welches 50% der Deutschen nutzen, bietet eine große Sicherheit. Falls Probleme auftreten, liegen diese meistens am unvorsichtigen Verhalten der Benutzer selbst. Man sollte zur Sicherheit vor Betrügern entweder zwei Apps oder zwei Geräte verwenden. Am häufigsten wird in Deutschland das Push-TAN-Verfahren (kostenfrei) oder das Chip-TAN-Verfahren (Kosten 24,00 € einmalig) verwendet.
Die meist genutzten Betrugsmaschen sind:
Phishing: Fake Websites, die sich als Banken ausgeben, versenden E-Mails, in denen die Geheimnummer des Kontos eingegeben werden soll.
Skimming: zuerst verabreden sich die Betrüger mit ihrem Opfer. Es fängt ganz harmlos an. Irgendwann erzählen sie von angeblichen Geldproblemen, um im Laufe des Gesprächs Mitleid zu erwecken und an das Geld des Opfers zu gelangen.
Microsoft-Trick: das Opfer bekommt einen Anruf von Microsoft, dass es ein Problem bei einem Gerät gibt. Um dieses Softwareproblem zu beheben, fordern sie dann die Zugangsdaten für dieses Gerät. Damit wird meist ein Virenprogramm installiert, um an mehr Daten zu kommen.
Enkeltrick: dabei behaupten junge Leute älteren Menschen gegenüber, dass sie deren Enkel sind und dringend Geld benötigen.
Damit ein Passwort nicht so leicht gehackt werden kann, empfiehlt Herr Vanoni ein 8-stelliges Passwort, das Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen beinhaltet. Auf seine Daten sollte man stets gut aufpassen. PayPal zum Beispiel ist kostenlos, einfach und bequem zu benutzen. Dennoch muss man vorsichtig sein, da PayPal alle Daten speichert und daraus ein Persönlichkeitsprofil erstellt. Anschließend verkaufen sie das Profil an Firmen, die daran Interesse haben. Man sollte daher besser mit Kreditkarte oder Lastschrift bezahlen.
Haushalt:
Die meisten Haushalte in Deutschland verschulden sich, weil sie mehr Ausgaben als Einnahmen haben. Daher wird empfohlen, mindestens einmal pro Jahr eine Liste mit den ungefähren Einnahmen und Ausgaben zu machen, um einen Überblick über seine finanzielle Lage zu erhalten.
Auf die Frage, wie die Bank Geld verdient, antwortete Herr Vanoni, dass die Kunden bei Ihnen Geld anlegen und andere Geld benötigen. Für angelegtes Geld bekommt man weniger Zinsen als für geliehenes Geld. Diese Differenz ist der Gewinn der Banken. Mittlerweile gibt es für Anlagen auf dem Sparbuch fast keine Zinsen mehr. Es könnte in naher Zukunft sogar so weit kommen, dass es eine Negativverzinsung gibt. Auto- und Möbelhäuser können Kredite oft günstiger anbieten als Banken, da sie schon mit dem Auto oder mit den Möbeln verdienen. Die Banken verdienen nur mit den Zinsen.
Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Vanoni für sein Kommen sowie für die umfangreiche Beantwortung unserer Fragen.

Text: Ricarda Gatter, 8b
Foto: Korbinian Kippes, 8b

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