Der erste Tag der Exkursionswoche der Q12 begann mit der Wildbachverbauung am Zillenbach oberhalb von Bad Hindelang. David Kempter vom Wasserwirtschaftsamt Kempten gab den Schülerinnen und Schülern interessante Einblicke in den Bau, die Funktion und die durch den Klimawandel bedingte zunehmende Notwendigkeit von Murfangsperren im Allgäu zum Schutz der Bevölkerung. Es wurden auch Fragen zur Instandhaltung der Anlagen, der Vorhersagbarkeit von Starkregen- und Hochwasserereignissen und zu Massenbewegungen wie Muren und Felsstürzen beantwortet. Abschließend stiegen die Schülerinnen und Schüler selbst in den 20.000 m³ fassenden Speicherraum der Murfangsperre hinab, um sich ein Bild von der ausladenden Dimension der Anlage zu machen.
Anschließend begingen die Studierenden der Universität Würzburg mit den Schülerinnen und Schülern den geologischen Lehrpfad am Hirschbachtobel. An verschiedenen Stationen mit Blick ins Ostrachtal wurden heutige Erscheinungsformen ehemaliger Gletscher und geologische Besonderheiten deutlich. Außerdem wurden am Hirschbach Experimente sowohl zu den Eigenschaften von Fließgewässern als auch zum Strömungsverhalten und zur Sedimentation durchgeführt. Zuletzt informierte sich die Gruppe über Vorgänge der Plattentektonik und die damit zusammenhängende Entstehung der Alpen.

Geologie im Hirschbachtobel
Nach diesen lehrreichen, angenehm schattigen Stunden des recht heißen Tages in der eindrucksvollen Natur des Hirschbachtobels gelangten die Schülerinnen und Schüler über schmale Wege und Stege schließlich wieder nach Bad Hindelang.
Bilder und Text: FS Geo (MAC)





