Theaterlabor feiert Publikumserfolg

Eine vom Publikum gefeierte Inszenierung von „die, die niemand hört“ brachte das Hilde-Theaterlabor Ende Mai 2026 auf die Bühne des Theatersaals. Das Stück entstand als Kollektivleistung der Theatertruppe von Herrn Heigl, die seit diesem Jahr aus Mittel- und Oberstufenschüler:innen besteht und im Lauf der Proben eine phänomenale Gruppendynamik entwickelte.

Das Stück

Vier Personen, vier innere Gefängnisse: 1. Anna­maria (Sarah) wird von Schuldgefühlen in die Depression getrieben. Ihre Eltern, eine Künstlerin (Frieda) und ein Computernerd (Felix), haben keine Zeit für die demente Oma (Mardiya), weshalb sich Annamaria um Oma kümmern muss. Als Oma stirbt, ist Annamaria überzeugt, sie sei daran schuld. 2. Die Einserschülerin Felizitas (Abigail) leidet unter massiver Prüfungs- und Versagensangst, die sich in grotesken Schulträumen manifestiert. Leonie als irre Lehrerin, Sarah als bitchige Musterschülerin und Felix als schnarchender Dauerschläfer machen ihr den Unterricht zum Alptraum, aus dem sie nur ihr fieser Bruder (auch Felix) aufweckt.

3. Ein verängstigtes Mädchen (Charlotte) wird von üblen Alpträumen heimgesucht, in denen sie jedes Mal am Ende in einem Käfig landet – Spiegel ihrer Mobbing­erfahrung, die zu ihren inneren Stimmen (Havvanur, Anton, Samira) geworden sind. 4. Und dann ist da noch die Tänzerin (Samira) , die glaubt, sie könne gar nicht tanzen und davon alpträumt, sie werde von ihrer Tanzgruppe fies gedisst und ausgeschlossen. Viermal eine scheinbar aussichtslose Sache. Wenn da nicht der Blumenmann (Anton) wäre, der geerdet im Hier und Jetzt lebt und es auf magisch scheinende Weise schafft, Menschen aus ihrem inneren Gefängnis zu befreien.

Zur Entstehung

Das diesjärhige Oberthema war „Träume“. In den ersten Proben schrieben wir Träume auf, an die wir uns erinnern konnten. Schnell wurde klar, dass man sich am besten an seine Alpträume erinnert – manche von ihnen haben ihre Ursachen in Ängsten und negativen Erfahrungen.

Dank des Ausverkaufs von Möbel Mayer in Hirschdorf konnten wir eine Menge toller, sonst unerschwinglicher Requisiten abstau­ben. In vier Gruppen improvisierten wir Situationen zu jeweils einem Requisit (z.B. rosa Federboa, Drahtkäfig) und entwickel­ten daraus Szenen, die jeweils einen inneren Konflikt darstellen. Zu jeder Szene sollte es dann eine Auflösung geben. Dank der Möbel Mayer’schen Dekoblumen war die Idee schnell geboren, dass die Blumen als Symbole für Schönheit und Menschlichkeit ihren Auftritt bekommen sollen. So wie Blumen nur blühen können, wenn sie die notwendigen Nährstoffe und Wasser bekom­men, können Menschen nur seelisch gesunden, wenn sie Zuwendung, Wert­schätzung und zwanglose Gemeinschaft erfahren.

Abigail Buchner (9e) / Anton Vogelsang (8e) / Charlotte Hartung (8e) / Emiko Porschberger (8c) / Felix Reßle (8d)  / Frieda Richter (8e) / Havvanur Kulaksiz (8e) / Leni Kusel (8c) / Leonie Lämmle (8e) / Levi Rox (9b) / Lucia Maruschke (8c) / Mardiya Oumorou (11e) / Marlen Brock (8e) / Niels Hooites Meursing (9b) / Samira Oumorou (8e) / Sarah Speiser (9d)

 

 

 

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