Von Lukas Klokocka (11b)
Dieses Jahr hatte ich die Möglichkeit, zwei Monate in Chile zu verbringen. Ich habe dort in der Nähe von Santiago de Chile gelebt, genauer gesagt in Chicureo, einer eher wohlhabenden Gegend außerhalb der Stadt. Die Zeit dort war auf jeden Fall eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde.
Bevor ich nach Chile geflogen bin, konnte ich schon ein bisschen Spanisch sprechen. Aber in den zwei Monaten dort habe ich die Sprache noch mal richtig gelernt, einfach weil man jeden Tag Spanisch redet. Am Ende konnte ich mich eigentlich mit jedem ganz normal unterhalten, was natürlich extrem geholfen hat, um Leute kennenzulernen und das Land besser zu verstehen.
Besonders interessant fand ich den Unterschied zwischen Chile und Deutschland – vor allem in der Schule. Die Schultage dort gehen oft viel länger als bei uns, trotzdem ist alles irgendwie entspannter. Man verbringt generell viel mehr Zeit mit seinen Freunden aus der Schule, trifft sich oft auch am Wochenende und macht einfach viel zusammen. Sehr typisch dort sind auch Grillabende – sogenannte „asados“ – mit unglaublich viel Fleisch – das gehört irgendwie fast immer dazu.

Santiago de Chile Atacama-Wüste im Norden Chiles
Ich habe während der zwei Monate auch ziemlich viel vom Land gesehen. Im Süden war ich zum Beispiel am Lago Ranco. Dort habe ich Wasserski ausprobiert und wir waren auch mit Jetskis unterwegs. Die Landschaft dort mit den Seen und Bergen war echt unglaublich schön.
Ein kompletter Gegensatz dazu war der Norden Chiles mit der Atacama-Wüste. Dort habe ich ein paar Touren gemacht und die Natur angeschaut. Die Landschaft dort sah teilweise einfach unreal aus – riesige Wüsten, Berge und nachts ein Sternenhimmel, den man in Deutschland so niemals sieht.
Natürlich habe ich auch Santiago selbst besser kennengelernt und außerdem Städte wie Viña del Mar und Valparaíso besucht. Vor allem Valparaíso fand ich richtig cool, weil die Stadt mit den bunten Häusern und den vielen kleinen Straßen einfach eine besondere Atmosphäre hat.
Das Beste an der ganzen Zeit waren aber definitiv die Menschen. Ich habe viele neue Freunde kennengelernt und gemerkt, wie offen und herzlich die Leute in Chile sind. Dadurch hat man sich dort echt schnell wie zuhause gefühlt.
Insgesamt waren die zwei Monate in Chile wahrscheinlich eine der besten Erfahrungen, die ich bisher gemacht habe. Ich habe nicht nur mein Spanisch extrem verbessert, sondern auch eine komplett andere Kultur kennengelernt und viele Erinnerungen gesammelt, die ich sicher nie vergessen werde.

Un asado – Grillabend Valparaíso





