Biologieunterricht am Hilde

Der Lehrplan im Fach Natur und Technik sowie für Biologie ist für alle gymnasialen Zweige in allen Jahrgangsstufen gleich (im Gegensatz zu Physik und Chemie). Auch in der Oberstufe wird die Naturwissenschaft unabhängig von der Zweigwahl unterrichtet. Das Abitur kann von SchülerInnen im Fach Biologie sowohl schriftlich, als auch mündlich, im Colloquium abgelegt werden. Während bei der schriftlichen Prüfung alle Lerninhalte aus 11/1 bis 12/2 beherrscht werden müssen, kann im Colloquium ein Halbjahr aus Q11 ausgeschlossen werden.

Die Biologie am Hildegardis Gymnasium ist im wahrsten Sinne des Wortes ein "belebtes" Fach. Die Fachschaft legt äußerst viel Wert auf einen lebhaften Unterricht mit möglichst vielen experimentellen Phasen und offenen, handlungsorientierten Lernformen. Biologie wird in folgendem Umfang unterrichtet:

5. Klasse im Rahmen des Faches: Natur und Technik (zweistündig)

6. Klasse im Rahmen des Faches: Natur und Technik (zweistündig)

In der 6. Klasse nimmt das Hildegardis Gymnasium jedes Jahr Ende Juni an der Freiwilligen Lernstandserhebung des ISB teil. Dieser Test wird wie eine Stegreifaufgabe gewertet. Zur Vorbereitung eignen sich hervorragend die alten Prüfungen und das Grundwissen.

8. Klasse: Biologie (zweistündig)

9. Klasse: Biologie (zweistündig)

10. Klasse: Biologie (zweistündig)

11./12. Klasse: Biologie (dreistündig) Wahlpflichtfach

In der Oberstufe besteht die Möglichkeit ein Biologisch-chemisches Praktikum (zwei-stündig) zu belegen. Hier besteht die Möglichkeit experimentelles Arbeiten zu erproben und sein Interesse für die naturwissenschaftlichen Fächer zu vertiefen.  

 

 

Drucken

Biologieseminare in der Oberstufe

W-Seminare:

10/12 Chemie im Haushalt

11/13 Chemische und biologische Modelle

12/14 Was uns schmeckt - Chemie in Lebensmitteln

13/15 Chemie in Flur und Garten

14/16 Forensik - Mit Biologie und Chemie dem Täter auf der Spur

P-Seminare:

10/12 Chemische Experimente für Kindergartenkinder - Erstellung einer Hörfunk-CD

12/14 Auf der Suche nach der Wahrheit - Spurensicherung, Obduktion, DNA-Analyse

13/15 Soziale Insekten

15/17 Hildebräu

16/18 Ethologie in Kurzfilmen

Drucken

Biologie - Exkursionen

Meistens können im Rahmen des Natur- und Technik und Biologieunterrichts folgende Exkursionen durchgeführt werden:

5. Klasse: Moor Buchenberg

6. Klasse: Krötensammelaktion am Hassberger Weiher

10. Klasse: Ökosystem Wald

Q11: Molekularbiologisches Labor in Memmingen oder in München (für interessierte SchülerInnen aus passenden Seminaren oder dem Biologisch-Chemischen Praktikum)

Drucken

Biologie - Suchtprävention

Suchtpräventionstag 2015 - Gespräche mit Suchtbetroffenen

Auch am diesjährigen Suchtpräventionstag am Hilde wurden Suchtbetroffene und Experten eingeladen, um mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen über die Problematik „Sucht“ zu sprechen. Diplompsychologe und Psychotherapeuth Thomas Welter von der Suchtklinik Hirtenstein sowie Marius Fromme von der Kemptener Polizei informierten zunächst die Schüler der 9. Klassen im Theatersaal über Suchtmittel, Suchtentstehung und Folgen von Sucht. Herr Fromme klärte zunächst über gesetzliche Regelungen und die Wirkung von illegalen Drogen auf. Hierbei ging er besonders auf momentane „Trends“ in der Drogenszene ein. Sogenannte „Legal Highs“ sind neue Substanzgemische, die noch keinen gesetzlichen Verboten unterliegen, jedoch äußerst gesundheitsschädigend sein können.

Herr Welter und zwei Kollegen der Suchtklinik Hirtenstein diskutierten danach Hintergründe und Fakten zum Thema „Sucht“ mit den Schülern. Hierbei wurde auch der aktuelle Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland beleuchtet. Demnach konsumieren etwa 40% aller 18-25 Jährigen regelmäßig Alkohol (mindestens einmal pro Woche). Erschreckend ist vor allem die Zunahme des „Rausch- oder Komatrinkens“ bei Jugendlichen zwischen 12-17 Jahren. Positiv ist jedoch, dass viele Jugendliche zwischen 12-15 dagegen gänzlich auf Alkohol verzichten. Zudem wurde von den Psychologen die Entstehung von Suchterkrankungen und Möglichkeiten der Suchttherapie thematisiert. In der Suchtklinik Hirtenstein werden neben Alkoholabhängigen auch Spiel- und Drogensüchtige jeglicher Art therapiert. Insgesamt waren sechs Betroffene bereit, mit den Schülern der 9. Klassen über ihre Erfahrungen und Suchtprobleme zu sprechen. Pro Klasse gab es im Laufe des Vormittgas eine Diskussionsrunde mit je einem Alkohol- und einem Glücksspielabhängigen. Die Patienten berichteten von ihren Negativerfahrungen und vom schleichenden Weg in die Abhängigkeit.

„Die Sucht bestimmt irgendwann den gesamten Tagesablauf, unabhängig davon, ob man will oder nicht! Sie wird nicht nur zum eigenen Problem, sondern auch zum Problem für Familie und Freunde!“

Während des Gesprächs wurden viele interessante Fragen seitens der Schülerinnen und Schüler gestellt und diskutiert. Neben der entstehenden Betroffenheit über die Lebenswege der Abhängigen, schienen die Schüler sichtlich beeindruckt vom Mut dieser Menschen, so offen über ihre Probleme zu sprechen. Auch einige Patienten waren überrascht und begeistert von der Aufmerksamkeit und Wissbegierde vieler Schülerinnen und Schüler während der Gesprächsrunde.

Demnach war es am Ende für beide Seiten eine sehr lohnenswerte und gewinnbringende Veranstaltung. Vielen herzlichen Dank für das Engagement von Herrn Welter, Herrn Fromme und allen Betroffenen, denen wir nur das Beste für Ihren Weg aus der Sucht wünschen.

Drucken

Weitere Beiträge ...

  • 1
  • 2